Handball: Der TV Welling steigt überraschend in die Regionalliga auf. Nach einer dominanten Oberligasaison hoffen die Spielerinnen auf spannende Duelle auf Augenhöhe. Lesezeit 2 Minuten Verspäteter Jubel beim TV Welling: Nachdem die Handballerinnen in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Südwest patzten und als Letzter der Dreierrunde den Aufstieg nicht schaffte, rutschten die Wellingerinnen nun doch in die Regionalliga. Denn Regionalliga-Südwestmeister TSG Haßloch setzte sich in der Aufstiegsrunde zur 3. Liga durch, sodass ein Platz für den TVW frei geworden ist. „Zunächst einmal möchte ich betonen, dass sich die Mädels das wirklich verdient haben. Wir waren in den letzten drei Jahren zweimal Oberligameister u,nd eigentlich sollte ein Meister automatisch aufsteigen. Auch wenn wir die beiden Aufstiegsspiele verloren haben, waren wir da auf Augenhöhe mit den künftigen Ligakonkurrentinnen. Und wenn du wir wir in der Oberligasaison 42:2 Punkte holst, dann spricht das eine deutliche Sprache“, sagte der glückliche Wellinger Trainer Lukas Hürter. Die Wellinger Überlegenheit in der Oberliga wurde auch durch eine andere Zahl zementiert. Bei einer Tordifferenz von plus 265 haben die Hürter-Schützlinge im Schnitt ihre Gegner mit zwölf Toren Differenz deklassiert. Für Hürter ein wichtiger Grund, um es nun in der Regionalliga zu versuchen. „Ohne respektlos zu sein: Diese vielen Kantersiege bringen unsere vielen Talente letztlich nicht in ihrer Entwicklung weiter. Du brauchst dafür Gegner auf Augenhöhe, und von denen erhoffe ich mir in der Regionalliga viele.“ „Gegen die Topteams der Liga werden nun wir diejenigen sein, die auf Schadensbegrenzung aus sein müssen. Aber ich sehe uns gut aufgestellt (Lukas Hürter, Trainer des TV Welling).“ Hürter weiß auch, dass es phasenweise zum Rollentausch kommen wird. „Gegen die Topteams der Liga werden nun wir diejenigen sein, die auf Schadensbegrenzung aus sein müssen. Aber ich sehe uns trotz des Verlusts von Rebecca Daun und Annalena Adams als bisherige Spielmacherinnen wegen Karriereende gut aufgestellt.“ Dafür sorgt laut Hürter ein breiter Kader, zu dem nun zahlreiche Talente aus der B-Jugend hinzustoßen. Mit Anastasia Frimberger hat Welling laut Hürter zudem „einen gefühlten Neuzugang, denn sie kehrt nach einer Kreuzbandverletzung in den Kader zurück“. Zudem verstärkt sich Welling mit Nicole Brandt-Löcher, einer Rückraumallrounderin, sowie mit Carolina Fetz als Spielgestalterinnen, die vom Absteiger HC Koblenz und zuvor vom TV Bassenheim bereits Regionalligaerfahrung mitbringen. Die Liga selbst ist für einen Teil des Kaders und Hürter selbst auch kein Neuland, wenn auch eher mit unangenehmen Erinnerungen. „2020 sind wir ja schon mal aufgestiegen und haben zwei Jahre da gespielt. Aber das waren gefühlt keine zwei Jahre, sondern eine schreckliche Zeit“, denkt Hürter ungern zurück. Der Grund: Es waren die fast schon in Vergessenheit geratenen Corona-Jahre. „Die erste Saison wurde dann irgendwann komplett abgebrochen und die zweite Saison war im Prinzip irregulär, weil ständig Spiele ausfielen, verschoben wurden, oder Corona-bedingt der halbe Kader fehlte“, erinnerte sich Hürter. Mit 7:7 Punkten war der Start als Aufsteiger damals sogar verheißungsvoll. Doch dann kamen in 20 Spielen nur noch drei hinzu, sodass es mit 10:44 Punkten nur zum vorletzten Platz reichte. Hürter nochmals abschließend: „Umso mehr freuen wir uns auf eine nun hoffentlich normale Saison, die für uns bereits am 28. August auswärts in Mundenheim beginnt. Deshalb starten wir jetzt auch direkt in die Vorbereitung.“ Beitragsnavigation Satzungsänderung – Entwurf Neufassung Satzung und aktuelle Satzung